Feuerschiff AMRUMBANK – ein paar Zeilen zum Laufweg der Ankerketten

Moin, moin zusammen!

Beim letzten Werkstatt-Treffen im Aeronuticum in Nordholz wurde ich auf den Kettenlauf der beiden Ketten des Feuerschiffs AMRUMBANK angesprochen. Dieser ist sicherlich auch im Original nicht alltäglich gewesen und auch nicht jeder Modellbauer hat die Gelegenheit, sich diese im Original anzusehen. Manchmal ist eine Bauanleitung eben ausführlich, aber in diesem Falle nicht speziell genug.
Deshalb nehme ich die Gelegenheit war, den Artikel von Helmut Brücker zu diesem Thema, der bei kartonbau.de erschienen ist, hier noch einmal für alle Nachbauer vorzustellen:

Die backbordseitige Kette gehört zum Pilzanker.
Sie kommt aus der Kettenlast (auf dem Foto durch ein Blech als Schutz gegen Schwallwasser abgedeckt und so auch im Modell dargestellt) über die gebogene Kettenbahn nach oben auf die Kettennuss, achtern um diese herum nach unten und unter der „Trommel“ hindurch nach vorn Richtung Anker. Sie verschwindet unter der Back (dort befindet sich mittig im Deck die Klüse und das Fallrohr zum Anker; dies ist im Modell, weil man es auch beim besten Willen nicht sieht, nicht dargestellt).
Diese Kette hat einen Steg. Sie ist stärker ausgeführt als die Kette zum Patentanker und hat Stege in den Gliedern.
kettenlauf-2
Diese Kette war nach dem Fieren in der Regel abgeschlagen und das Ende mit dem Anker mit dem Kettendämpfer verbunden (jedenfalls, wenn das Schiff auf Station lag; im „Museumszustand“ ist der Pilzanker aufgeholt und die Kette „in einem Stück“).

Die steuerbordseitige Kette führt nach vorn, am Niedergang backbords vorbei ebenfalls unter das Backdeck (gleiche Kettenführung auf der Winsch), dort (nicht sichtbar) fast 90 ° umgelenkt durch die Decksklüse zum Patentanker. Diese Kette hat keinen Steg.

Die Kettenführung vom Anker kommend nach unten auf die Nuss und dann in den Kettenkasten mag dem einen oder anderen seltsam vorkommen. Sie beruht auf dem Umstand, dass sich der Kettenkasten recht weit vorn befindet und insgesamt in diesem „Versaufloch“ wenig Platz auf dem Hauptdeck ist.

Ich hoffe, daß jetzt ein wenig mehr Klarheit für die Kettenführung herrscht

und verbleibe mit einem lieben Gruß
Wilfried

 

Standard-Platine – 3zügig vom Feinsten – natürlich Neusilber …

Moin, moin zusammen!
Was lange währt oder so, heißt eine alte Weisheit – und hier ist sie jetzt – ihr vorerst letzter Schluß: die neue Standardätzplatine Neusilber. Aus dem Hause Saemann und der konstruktiven Feder von Peter Hurler; einige Anregungen zur Platine stammten von mir! standardplatine-phHier die Gesamtansicht der Platine – Format 200 x 60 mm – und das Feinste bezieht sich vor allem auf die 3zügige Reling, die in ihrer Filigranität im Maßstab 1:250 denselben jetzt setzt. Die Details im Einzelnen:
standard-ph-linke-s1: Reling 3-zügig Stützenabstand 5,6 mm 6 x 190 mm
2: Reling 3-zügig Stützenabstand 4,6 mm und breiterem Unterzug (angeätzt !) für Plattformen 1 x 190 mm
3: Relingstützen als Abschluss zum Anpassen der Reling 25 Stück
Bisher war es so, daß man oft Reststücke, weil die jeweiligen Senkrechten fehlten, entsorgt hat; hier ist nun die Möglichkeit, mit einem einzelnen senkrechten Element – einen neuen Ansatzpunkt zu haben.
4: Relingstützen zum Abstützen der Reling zum Deck ( Abstand Strebe unten zur Stütze 2,2 mm und 1,2 mm)
Jetzt ist es auch möglich, die Reling auf der Back im Bugbereich dem Original perfekt anzupassen.

standard-ph-rechte-s5: Reling 1-zügig 1x 40 mm ( z.B. für Barkassen)
6: „Durchhängende Relingteile“ für die Position der Stelling 7 Stück
7: Rettungsringe 12 Stück
8: Rettungsboje mit Rettungsbojenlicht 16 Stück

Im Moment befindet sich ein Probeexemplar auf meinem Schreibtisch; zur Lieferbarkeit und Preis dieser Platine aus Neusilber wird in den entsprechenden Foren und hier – wenn beides feststeht, berichtet werden.

Bis dahin eine schöne Zeit von meiner Seite … Wilfried

 

 


Wehrforschungsschiff PLANET – Anregungen für einen Umbau?!

Moin, moin zusammen!
Aufgrund der großen Beachtung an diesem Beitrag über die Bidstrecke der letzen Version der PLANET, Grundlage für den Baubogen des Passat-Verlages, möchte ich hier aus meinem Fundus die erste PLANET vorstellen; vor ein paar Jahren konnte ich das Werftmodell ablichten …
Vorschiff Krandetail MittschiffsStb Plattform-achtern Schornsteinplattform Heck Back AchternStb Und hier dann noch die Planausschnitte – im Maßstab 1:100 – falls jemand den Um-/Rückbau in Angriff nehmen möchte?
Heck-Draufsicht Heck-seitlich Kran-Draufsicht Kran-UrsprungsversionDann wünsche ich viel Spaß beim Betrachten und verbleibe mit einem lieben Gruß
Wilfried

 

Wehrforschungsschiff PLANET – Bilder vom Vorbild zum Modell

Moin, moin zusammen!
Auf Wunsch einiger Modellbauer – unser modelref.org ist zur Zeit nicht erreichbar – stelle ich hier die Bildstrecke ein, die damals bei der Erschaffung des PASSAT-Modells dienlich war. Es gehört zur Philosophie dieses Verlages, daß er Unterlagen, wenn möglich, für die Modellbauer zugänglich macht.

Das Original sollte während der Aufnahmen – Heimathafen Rio – an einen Braslianer verkauft werden. Es befand sich in einem guten Zustand; wie man mir an Bord mitteilte, sollte es als nächstes nach Polen und dort eine Maschinenüberholung bekommen …

Ich sah es zuletzt vor 3 Jahren. Da lag es an der Wiesbaden-Brücke in Wilhelshaven und war in einem erbarmungswürdigen Zustand.

Ich wünsche viel Spaß beim Bau des Passat-Modells oder einfach nur beim Betrachten dieser Bildstrecke …

mit einem lieben Gruß
Wilfried

 

 

Warum Fregatten „farbige Nasen“ tragen …. ein schöner Brauch

Moin, moin zusammen!
Bei meinen vielen Besuchen im Stützpunkt Wilhelmshaven habe ich mich oft schon gefragt, warum bei einigen Einheiten der Bereich der Bugklüse in unterschiedlich bunten Farben bemalt ist …
… zum Beispiel hier, die rote „Nase“ bei der F220 HAMBURG …
F220-Bug… oder hier die gelbe „Nase“ bei der F210 EMDEN – mittlerweile ausser Dienst gestellt …
F210-BugseitBbd… die blaue bei der F209 RHEINLAND-PFALZ …?
F209-BugseitStbAls ich vor ein paar Jahren mit Peter Brandt zu einem Fototermin auf der F220 war, fragte ich dann die Fotografin vom PIZ, Frau Obermaat Winges, und sie hat es mir erklärt.
Beim Überqueren des Äquators darf der dienstjüngste Offizier den Bug rot pönen. Bei der Durchfahrt des Suez kommt die gelbe Farbe aus der Last und bei einer Überquerung des Polarkreises die blaue …. ihr glaubt das nicht? Bitte, hier die Bilder – und die Herren sind vorschriftsmäßig gegen Überbordgehen gesichertt …  :-D
Aequatorpoenen1
Aequatorpoenen2Und so sieht es dann vom Hubschrauber aus, wenn die rote „Nase“ leuchtet ….
F220-BunteNase2F220-BunteNase

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mit einem lieben Gruß an einem schönen Sommertag
Wilfried

PS:Für die letzten 4 Fotos © PIZ Marine / Ann-Katrin Winges, der ich für die Überlassung zur Veröffentlichung sehr herzlich danke.

 

LINE HINSCH – da war doch etwas?

Moin, moin zusammen!
Vor einigen Jahren entstand zum 25. Jubiläumstreffen der Kartonmodellbauer in Bremerhaven ,als Beigabe für die Besucher, ein Modell des Plattbodenschiffes LINE HINSCH; sie hatte den Besuchern in den Jahren zuvor häufig als Restaurantschiff für geselliges Beisammensein nach den Veranstaltungen eine Heimstatt geboten.
Heute ist es um die LINE HINSCH sehr ruhig geworden; die Beschäftigungsgesellschaft hat die Bewirtung aufgegeben und das Schiff dümpelt an seinem Ponton nur noch ruhig vor sich hin: Besucher verirren sich manchmal dorthin um ein paar Fotos zu machen.
Nun wurde der von mir gestaltete Baubogen – auf Basis eines Entwurfs von Mathias Nöring – der LINE HINSCH in einem Forum zum Leben erweckt; hier einmal ein Ausschnitt davon …
BaubogenZu diesem Baubogen entstand eine Ätzplatine von Peter Hurler; die ich hier einmal als Kopie der Bauanleitung einfüge …
Platine-Line-HinschEinige Exemplare dieser Neusilber-Ätzplatine sind noch verfügbar; bei Interesse, sich bitte über die Kommentarfunktion des Blogs bei mir melden. Allein die Wanten dieser Platine sind für gleichartige Modelle in 1:250, von denen es einige gibt, eine hervorragende Ergänzung.
Für eventuelle Nachbauer oder diejenigen, die mit einem Anschnitt des Bogens liebäugeln, hier eine Bildstrecke, die damals für die Konstruktion des Modells  und die Ausgestaltung der Ätzplatine als Vorlage dienten …

Durch das Anklicken der Bilder entsteht ihre tatsächliche Größe; dieser Hinweis ist für ungeübte Nutzer dieses Blogs als Hilfe und nicht als Besserwisserei gedacht; ich wünsche viel Spaß und verbleibe mit einem lieben Gruß
Wilfried

Mit ELBE I begann es … 20 Jahre Neusilber-Ätzplatinen für Kartonmodelle

Moin, moin zusammen!
Einen schöneren Anlaß für meine Serie über Neusilber-Fotoätzplatinen aus dem Hause Passat kann es doch gar nicht geben, als mit der ersten Platine, die für Kartonmodelle im Maßstab 1:250 überhaupt für den engagierten Modellbauer angefertigt wurde, zu beginnen.
Angeregt durch die Zubehörteile aus England für Schiffsmodelle im kleinen Maßstab und die ersten Zubehörteile von Verlinden, der Messingätzteile seinen Bausätzen für Flugzeugmodelle beifügte sowie Eduard in der damaligen Tschechoslowakei, der komplette Flugzeug-Bausätze, bestehend aus einer großen Messing-Ätzplatine und einem Gießrahmen mit Short-Run-Plastikspritzlingen aus der Zeit des ersten Weltkriegs auf den Markt brachte.
In Kontakt mit der Firma Saemann, der damals eine Sprühätzteil-Anlage in Betrieb nahm, entstanden erste Versuche, die in die Standard-Relingsplatinen mündeten, die heute noch erhältlich sind.
Ermutigt durch das Gelingen wagte er 1996 die erste Platine – von einigen skeptisch begleitet –  für die von Jürgen Quetting und Dr. Henning Budelmann konstruierte Nr. 5 des Passat-Verlages, das Modell der ELBE I.
02-Titel-ModellHier einmal einen Teilausschnitt des Titels des Modellbaubogens, der schon lange verlagsseitig nicht mehr erhältlich ist. Ich zeige ihn deshalb, weil der Verlag sich seit jeher auf Kleinserien spezialisiert hat und hauptsächlich einem kleinen Sammlerkreis bekannt war. Daß hat sich aber in den letzten Jahren entscheidend geändert.
Und hier nun die erste Ätzplatine für den Kartonmodellbau im Maßstab 1:250, wie sie 1996 den Kunden des Passat-Verlages offeriert wurde …
01-Platine-Elbe-IEs ist eben die Urform; heute sind die Platinen wesentlich professioneller in Gestaltung und Ausführung; aber so begann es eben und sie haben sich in den Reihen der anspruchsvollen Modellbauer durchgesetzt. Überall – wo es auf Stabilität und Filigranität ankommt – da ist die Neusilber-Ätzplatine unschlagbar …
Hier möchte ich einmal zeigen, wie die Platine am und auf dem Modell wirkt. Kurt Spitler hat mir ein paar Fotos von seinem Modell der ELBE I zur Verfügung gestellt, wofür ich erst einmal Danke sage und die ich hier nun nachfolgend einstelle ….
002-Elbe-1-Stb-vorlich 003-Elbe-I-Mittschiffsdetail 004-LeuchtfeuerDetailUnd was mir besonders gefällt, wenn ein Modell in ein kleines Diorama eingebunden wird …
001-Elbe-I-an-der-PIerIch möchte diese Serie in unregelmäßger Folge fortsetzen; auf vielen Veranstaltungen habe ich festgestellt, daß ein Interesse daran besteht – und, daß auch wenn ausverkauft – manchmal doch noch eine Chance auf einen Erwerb einer solchen Platine aus dem Hause Passat-Hurler besteht …
mit einem lieben Gruß
Wilfried